3-Phasen-Strom spielt eine zentrale Rolle, wenn es um leistungsstarke Haushaltsgeräte, Photovoltaikanlagen und moderne Stromspeicher geht. Mit dem Sunpura S2400 Speicher nutzt Du 3-Phasen-Strom besonders effizient: Der Speicher erkennt automatisch, auf welcher Phase gerade die höchste Last anliegt und stellt genau dort Energie bereit. So wird Dein Solarstrom nicht nur gespeichert, sondern gezielt und verlustarm im Haus verteilt. In diesem Artikel erfährst Du, wie Drehstrom funktioniert, wo er im Alltag eingesetzt wird und warum ein 3-phasenfähiger Speicher wie der Sunpura S2400 ein echter Vorteil für Eigenverbrauch, Effizienz und Versorgungssicherheit ist.
3-Phasen-Strom als Grundlage für effiziente Energieversorgung
Drehstrom bildet das Rückgrat der modernen Stromversorgung in Deutschland. Mit drei um 120 Grad versetzten Wechselspannungen ermöglicht der Dreiphasenwechselstrom eine konstante Leistungsabgabe ohne Unterbrechungen, ein entscheidender Vorteil gegenüber einphasigem Wechselstrom. In Deinem Haushalt, im Gewerbe und besonders bei der optimalen Nutzung von Photovoltaikanlagen spielt dieses Dreiphasensystem eine zentrale Rolle.
Für BetreiberInnen von PV-Anlagen wird die 3-Phasen-Fähigkeit des Speichers zum Schlüsselfaktor für maximalen Eigenverbrauch. Der Sunpura S2400 nutzt diese Technologie gezielt: Er versorgt exakt die Phasen mit der höchsten Last und stellt damit sicher, dass Dein Solarstrom genau dort ankommt, wo Du ihn brauchst. So vermeidest Du unnötige Einspeisungen und holst das Maximum aus Deiner Anlage heraus.

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So funktioniert 3-Phasen-Strom – die Grundlagen verstehen
Bevor Du die Vorteile des Drehstroms für Deine PV-Anlage nutzen kannst, lohnt sich ein Blick auf die technischen Grundlagen. Das Verständnis der drei Phasen hilft Dir dabei, die Funktionsweise moderner Speichersysteme besser einzuordnen.
Was ist 3 Phasen Strom?
Der Begriff Drehstrom bezeichnet einen Dreiphasenwechselstrom, bei dem drei einzelne Wechselspannungen zeitlich versetzt erzeugt werden. Diese drei stromführenden Leiter, L1, L2 und L3 (früher als R, S und T bezeichnet), transportieren jeweils eine Sinusspannung, die gegenüber den anderen um exakt 120 Grad phasenverschoben ist.
Im Gegensatz zum einphasigen Wechselstrom, den Du aus der normalen Steckdose mit 230 Volt kennst, liefert das Dreiphasensystem eine konstante Energieübertragung. Während bei einphasigem Strom die Leistung zyklisch zwischen Maximum und Null pendelt, erreicht beim Drehstrom immer mindestens eine Phase ihre Amplitude. Das Ergebnis: kontinuierliche Stromversorgung ohne Pulsationen.
Ergänzt werden die drei Phasen durch den blauen Neutralleiter (N) und den gelb-grünen Schutzleiter (PE). Bei symmetrischer Belastung heben sich die Ströme im Neutralleiter gegenseitig auf, ein Prinzip, das Material spart und die Effizienz steigert.
Wie entsteht das Drehfeld?
Das Drehfeldprinzip geht auf Pioniere wie Nikola Tesla und Galileo Ferraris zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts die Grundlagen der modernen Elektrotechnik legten. In einem Drehstromgenerator sind drei Spulen räumlich um 120 Grad versetzt angeordnet. Wenn sich der Rotor dreht, induziert das rotierende Magnetfeld in jeder Spule eine Wechselspannung.
Der zeitliche Verlauf zeigt drei Sinuswellen, die zueinander phasenverschoben sind. Dieses rotierende Magnetfeld erzeugt in Motoren ein gleichmäßiges Drehmoment, ein Grund, warum Maschinen und Geräte mit Drehstrom besonders effizient arbeiten.
Eine wichtige Eigenschaft: Die Summe der drei Phasenströme ergibt zu jedem Zeitpunkt null. Wenn Phase 1 ihren Maximalwert erreicht, liegen Phase 2 und Phase 3 jeweils bei minus 0,5 ihres Amplitudenwerts. Diese mathematische Beziehung macht den Neutralleiter bei symmetrischer Last überflüssig und reduziert den Materialaufwand für Leitungen erheblich.
Schaltungen und Berechnungen bei Drei-Phasen-Strom
Die praktische Anwendung von Drehstrom erfordert Kenntnisse über verschiedene Schaltungsarten und Berechnungsmethoden. Diese Grundlagen helfen Dir, die Leistungsfähigkeit Deiner Anlage richtig einzuschätzen.
Sternschaltung vs. Dreieckschaltung
Bei der Sternschaltung werden die drei Spulen oder Verbraucher an einem gemeinsamen Punkt zusammengeführt, der sogenannten Stelle Null. Von diesem Sternpunkt führt der Neutralleiter ab. Die Spannung zwischen jeder Phase und dem Neutralleiter beträgt 230 Volt (Sternspannung U1, U2, W1, W2).
Die Dreieckschaltung verbindet die Enden der Spulen direkt miteinander und benötigt keinen Neutralleiter. Hier liegt zwischen den Phasen die verkettete Spannung von 400 Volt an. Der Verkettungsfaktor von √3 (etwa 1,732) erklärt den Unterschied zwischen beiden Spannungswerten.
Im Haushalt dominiert die Sternschaltung, da sie beide Spannungsniveaus bereitstellt. Die Dreieckschaltung findet hauptsächlich in industriellen Maschinen Anwendung, wo hohe Leistung ohne Neutralleiter gefragt ist.
Leistungsberechnung und Vorteile
Die Formel für die Drehstromleistung lautet:
- P = √3 × U × I × cos φ
Dabei steht U für die verkettete Spannung, I für den Phasenstrom und cos φ für den Leistungsfaktor. Im Vergleich zur einphasigen Berechnung (P = U × I × cos φ) liefert Drehstrom bei gleicher Spannung und gleichem Strom fast die doppelte Leistung.
Beispielrechnung:
- Einphasenstrom: 230 V × 20 A = 4.600 Watt
- Dreiphasenstrom: 400 V × 20 A × √3 ≈ 13.856 Watt
Der Wirkungsgrad steigt deutlich, weil Drehstrom die gleiche Leistung mit weniger Leitungsmaterial transportiert. Bei symmetrischer Last kann der Leiterquerschnitt sogar halbiert werden, ein enormer Vorteil für die Energieübertragung über weite Strecken.
Praktische Messung und Überwachung
Die Lastverteilung auf den drei Phasen lässt sich mit verschiedenen Tools überwachen. Ein Multimeter kann die Spannung an L1, L2 und L3 einzeln messen, während Smart Meter den Stromverbrauch jeder Phase kontinuierlich erfassen.

Smart Meter
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Eine symmetrische Belastung ist wichtig für die Netzstabilität. Im typischen Haushalt verteilen sich die Stromkreise zwar auf alle drei Phasen, doch die tatsächliche Last schwankt je nach Betrieb der Geräte. Läuft die Waschmaschine auf Phase 1, während der Herd Phase 2 und Phase 3 belastet, entsteht eine asymmetrische Situation.
Energiemanagementsysteme und die Sunpura-Monitoring-App zeigen Dir in Echtzeit, wie sich der Stromfluss auf die einzelnen Phasen verteilt. Diese Transparenz ist die Basis für eine gezielte Optimierung Deines Eigenverbrauchs.
Sunpura S2400: 3-Phasen-Technologie für maximalen Eigenverbrauch
Die intelligente Nutzung aller drei Phasen macht den entscheidenden Unterschied bei der Speicherung von Solarstrom. Hier zeigt der Sunpura S2400 seine Stärken.
Warum 3-Phasen-Fähigkeit beim Speicher entscheidend ist
Einphasige Speicher können den Strom nur auf einer Phase einspeisen. Das Problem: Wenn Dein Verbrauch auf einer anderen Phase liegt, wird der Solarstrom trotz vollem Speicher ins Netz eingespeist. Diese sogenannte Schieflast führt zu vermeidbaren Verlusten und reduziert Deinen Eigenverbrauch erheblich.
Der Sunpura S2400 überwacht intelligent alle drei Phasen und erkennt automatisch, wo der höchste Stromverbrauch anfällt. Strom genau da, wo Du ihn brauchst. Dieses Prinzip maximiert Deinen Eigenverbrauch und minimiert Energieverluste.
Durch die gezielte Phasenversorgung erreichen Haushalte mit dem Sunpura S2400 eine Eigenverbrauchsquote von 70 bis 90 Prozent, verglichen mit 50 bis 60 Prozent bei einphasigen Speichersystemen. Die Einsparungen summieren sich über die Jahre zu einem erheblichen finanziellen Vorteil.
Intelligente Lastverteilung mit dem Sunpura S2400
Das Energiemanagementsystem des Sunpura S2400 analysiert kontinuierlich die Lastverteilung auf L1, L2 und L3. Erkennt das System, dass auf einer Phase ein Großverbraucher aktiv ist, leitet es die gespeicherte Energie gezielt dorthin.
Dieses intelligente Phasenbalancing funktioniert auch bei komplexen Verbrauchsszenarien: E-Auto-Laden, Kochen mit dem Elektroherd und gleichzeitiger Betrieb der Waschmaschine. Der Speicher reagiert dynamisch und verteilt die Energie optimal auf die benötigten Stromkreise.
AC- und DC-Kopplung beim 3-Phasen-Speicher
Der Sunpura S2400 bietet als Hybrid-Speicher maximale Flexibilität für verschiedene Installationsszenarien:
- AC-Kopplung: Ideal für die Nachrüstung bei Bestandsanlagen. Der Speicher wird hinter dem vorhandenen Wechselrichter angeschlossen und kann sofort die 3-Phasen-Fähigkeit nutzen. Die Installation erfolgt unkompliziert per Plug & Play.
- DC-Kopplung: Bei Neuinstallationen ermöglicht die direkte Einspeisung des Solarstroms in den Speicher eine höhere Effizienz. Der Strom durchläuft weniger Umwandlungsstufen, was Verluste minimiert und den Wirkungsgrad steigert.
Die modulare Erweiterbarkeit des Sunpura S2400 stellt sicher, dass Du auch bei steigendem Strombedarf oder zusätzlicher PV-Leistung flexibel bleibst.

Erweiterungsakkus
- 1 Akku entspricht 2,4 kWh
- hohe nutzbare Kapazität mit DoD 90 %
- LFP-Akkus mit bis zu 8.000 Ladezyklen
- 3-Speicher-Reihenschaltung bis 28,8 kWh möglich
Anwendungen von Dreiphasen-Wechselstrom im Haushalt und Gewerbe
Drehstrom ist im Alltag allgegenwärtiger, als viele denken. Im Haushalt finden sich zahlreiche Geräte, die auf das Dreiphasensystem angewiesen sind: Elektroherde mit 400-Volt-Anschluss, leistungsstarke Durchlauferhitzer, Wärmepumpen und induktive Kochfelder nutzen die höhere Leistungsfähigkeit des Starkstroms.
Im gewerblichen Bereich sind Maschinen, Produktionsanlagen und Motoren fast ausnahmslos für Drehstrom ausgelegt. Das rotierende Magnetfeld erzeugt in Motoren ein gleichmäßiges Drehmoment ohne Schwankungen, unverzichtbar für präzise industrielle Prozesse.
Die E-Mobilität profitiert ebenfalls: 3-phasiges Laden an einer Wallbox ermöglicht Ladeleistungen von 11 kW oder sogar 22 kW. Im Vergleich zum einphasigen Laden mit maximal 3,7 kW verkürzt sich die Ladezeit erheblich. Der Sunpura S2400 kann hier als Puffer dienen und den Solarstrom optimal für das Laden bereitstellen.
Installation und Sicherheitsaspekte
Der Umgang mit Drehstrom erfordert besondere Sorgfalt. Die verkettete Spannung von 400 Volt birgt bei unsachgemäßer Handhabung erhebliche Risiken.
CEE-Steckverbinder sind der Standard für Drehstrom-Anschlüsse. Die roten 5-poligen Stecker und Dosen sind für 400-Volt-Betrieb ausgelegt und bieten durch ihre Bauform Schutz vor Verwechslung oder falschem Anschluss. Im Sicherungskasten sind die drei Phasen auf separate Sicherungsautomaten verteilt.
Für alle Drehstrom-Stromkreise sind FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) vorgeschrieben. Sie unterbrechen den Stromkreis bei Erdschluss oder Berührung spannungsführender Teile innerhalb von Millisekunden.
Quellenangaben
- Hufschmid. (2021). Grundlagen der Elektrotechnik.
- Peppel & Novender. (2019). Grundlagen Wechsel-/Drehstrom.
- Meier & Stübbe. (2026). Elektrotechnik zum Selbststudium



