Was passiert bei einem Stromausfall mit Deinem Balkonkraftwerk? Kann Dein Speicher die wichtigsten Geräte weiter versorgen? Die Antwort: Ja, wenn Du einen Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstromfunktion nutzt. Anders als normale Speicher, die bei Netzausfall abschalten, versorgt ein Off-Grid-Speicher Deine kritischen Verbraucher wie Kühlschrank, Router und Licht zuverlässig weiter.
Balkonkraftwerk-Speicher mit Notstromfunktion als Schlüssel zur Energiesicherheit
Ein Off-Grid-Speicher kombiniert die klassische Speicherfunktion mit einem integrierten Inselwechselrichter. Während normale Speicher lediglich überschüssigen Solarstrom für den späteren Eigenverbrauch zwischenspeichern, kann ein Notstromspeicher bei Stromausfall automatisch vom Netz trennen und über die separate Notstrom-Steckdose weiterhin Strom liefern.
Diese automatische Umschaltung zwischen Netz- und Notstrombetrieb erfolgt beim Sunpura S2400 in < 10 Millisekunden, so schnell, dass empfindliche Geräte wie der Router keine Unterbrechung bemerken.
So funktioniert Dein Off-Grid-Speicher mit Notstrom
Was passiert bei einem Stromausfall?
Sobald das öffentliche Stromnetz ausfällt, erkennt Dein Notstromspeicher dies innerhalb von Millisekunden über ein spezielles Relais. Die Netzerkennung löst sofort die Umschaltung in den Inselbetrieb aus. Dabei geschieht Folgendes: Der Speicher trennt Dein Hausnetz sicher vom öffentlichen Netz, ein zwingend notwendiger Schritt nach VDE-Vorschriften, der eine gefährliche Rückeinspeisung verhindert.
Nach der Trennung aktiviert der integrierte Inselwechselrichter die dedizierten Notstrom-Steckdosen. An diesen separaten Ausgängen kannst Du Deine wichtigsten Geräte anschließen. Die intelligente Prioritätenschaltung verteilt die verfügbare Energie optimal: Kritische Verbraucher wie der Kühlschrank haben Vorrang, weniger wichtige Geräte werden bei sinkendem Akkustand automatisch abgeschaltet.
Der Sunpura Speicher bietet hier einen besonderen Vorteil: Über die Monitoring-App kannst Du die Lastverteilung selbst steuern und genau festlegen, welche Geräte im Notfall priorisiert werden.
DC- zu AC-Umwandlung im Notstrommodus
Dein Balkonkraftwerk erzeugt Gleichstrom (DC), und auch in der Batterie wird Energie als DC gespeichert. Deine Haushaltsgeräte benötigen jedoch Wechselstrom (AC) mit 230 Volt. Hier kommt der integrierte Wechselrichter mit Inselfunktion ins Spiel.
Im Notstrommodus wandelt dieser Wechselrichter den gespeicherten DC-Strom in stabilen 230 V Wechselstrom um, unabhängig vom öffentlichen Netz. Die Qualität dieses Stroms entspricht dabei dem normalen Netzstrom: Die Frequenz bleibt stabil bei 50 Hz, die Spannung konstant bei 230 Volt.
Der moderne Notstromspeicher Sunpura S2400 liefern dabei eine reine Sinuswelle, die auch für empfindliche Elektronik wie Computer oder medizinische Geräte geeignet ist. Die Spannungsqualität und Frequenzstabilität werden permanent überwacht und automatisch nachgeregelt.

Sunpura S2400
- 2400 W Off-Grid
- EPS-Umschaltung < 10 ms
- von 2,4 kWh auf bis zu 9,6 kWh erweiterbar
- C‑Koeffizient von 1 – maximale Power in nur 1 Stunde
Prioritäten setzen: Welche Geräte laufen im Notfall?
Nicht jedes Gerät muss bei einem Stromausfall weiterlaufen. Konzentriere Dich auf die wirklich wichtigen Verbraucher:
Kritische Geräte für den Notstrombetrieb:
- Kühlschrank/Gefrierschrank: ca. 100-200 W, Lebensmittel vor dem Verderben schützen
- WLAN-Router: ca. 10-20 W, Kommunikation aufrechterhalten
- LED-Beleuchtung: ca. 20-50 W, Grundbeleuchtung sicherstellen
- Handy-Ladegeräte: ca. 10-20 W, mobile Erreichbarkeit gewährleisten
- Medizinische Geräte: individuell, lebensnotwendig
Beispielrechnung für einen 2 kWh Speicher bei 8-12 Stunden Stromausfall:
Gesamtlast: Kühlschrank (150 W im Schnitt) + Router (15 W) + LED-Licht (30 W) + Ladegerät (15 W) = 210 W
Mit 2 kWh Speicherkapazität bei 90% nutzbarer Entladetiefe: 1.800 Wh ÷ 210 W = ca. 8,5 Stunden Laufzeit
Produziert Dein Balkonkraftwerk tagsüber weiter Solarstrom, verlängert sich diese Zeit entsprechend.
Technische Unterschiede beim Speicher mit und ohne Notstromfunktion
Ein Notstromspeicher enthält wesentlich mehr Technik als ein Standard-Batteriespeicher. Der wichtigste Unterschied: Ein zusätzlicher Inselwechselrichter ermöglicht den autarken Betrieb ohne Netzanbindung.
| Komponente | Standard-Speicher | Sunpura S2400 |
|---|---|---|
| Batteriezellen (LiFePO4) | ✓ | ✓ (2,4 kWh, skalierbar bis 9,6 kWh) |
| Laderegler mit MPPT | ✓ | ✓ (800 W DC direkt aus PV) |
| Netzgekoppelter Wechselrichter | ✓ | ✓ (AC-Kopplung) |
| Inselwechselrichter | ✗ | ✓ Off-Grid-Funktion |
| Netztrennungseinrichtung | ✗ | ✓ Automatische Umschaltung |
| Separate Notstrom-Ausgänge | ✗ | ✓ Dedizierter Inselausgang |
| Automatische Umschaltlogik | ✗ | ✓ <10 ms bei Blackout |
Die Netztrennungseinrichtung ist aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich: Sie verhindert, dass bei einem Netzausfall Strom ins öffentliche Netz zurückfließt, das wäre nicht nur illegal, sondern auch lebensgefährlich für Techniker, die am Stromnetz arbeiten.
Automatische Umschaltlogik
Die Netzerkennung arbeitet mit hochpräzisen Sensoren, die Spannung und Frequenz des öffentlichen Netzes permanent überwachen. Bei Abweichungen, etwa wenn die Spannung unter einen Schwellwert fällt oder die Frequenz instabil wird, löst der Speicher die Umschaltung aus.
Typische allgmeine Umschaltzeiten:
- Erkennung des Netzausfalls: < 5 ms
- Trennung vom Netz: < 10 ms
- Aktivierung des Inselbetriebs: < 20 ms
Sobald das öffentliche Netz wieder stabil ist, erfolgt die Rückschaltung ebenso automatisch. Der Speicher synchronisiert sich mit dem Netz und wechselt nahtlos zurück in den normalen Betrieb. Mehrere Sicherheitsmechanismen verhindern dabei, dass während der kritischen Phase Strom ins Netz rückgespeist wird.
Kapazität und Dimensionierung für Notstrombetrieb
Die richtige Speichergröße hängt von Deinem Bedarf und der damit verbundenen Größe Deiner Solaranlage ab. Eine einfache Formel hilft bei der Berechnung:
Erforderliche Kapazität = Geräteleistung × Betriebsdauer × Sicherheitsfaktor (1,2-1,5)
Empfohlene Speichergrößen nach Einsatzzweck:
| Speichergröße | Einsatzbereich | Typische Laufzeit |
|---|---|---|
| 2-3 kWh | Grundversorgung (1-2 Personen) | 8-12 Stunden |
| 4-5 kWh | Erweiterter Schutz (Familie) | 12-24 Stunden |
| 6-10 kWh | Komfortversorgung + Extras | 24-48 Stunden |
Stromverbrauch typischer Geräte im Notfall:
| Gerät | Leistung | 8h Verbrauch |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 100-200 W | 0,8-1,6 kWh |
| Router | 10-20 W | 0,08-0,16 kWh |
| LED-Lampe (10W) | 10 W | 0,08 kWh |
| Handy laden | 10-20 W | 0,08-0,16 kWh |
| Laptop | 30-60 W | 0,24-0,48 kWh |
Wie der Sunpura Stromspeicher optimalen Notstrom liefert
Der Sunpura Speicher wurde speziell für maximale Flexibilität und Sicherheit entwickelt. Die integrierte Notstromfunktion macht einen separaten Notstromgenerator überflüssig. Als AC/DC-Hybridsystem kannst Du den Speicher sowohl in bestehende PV-Anlagen integrieren als auch direkt mit neuen Solarmodulen auf Deinem Balkon kombinieren.
Besonders praktisch: Die modulare Erweiterbarkeit erlaubt es Dir, mit einer kleineren Kapazität zu starten und bei steigendem Bedarf zusätzliche Erweiterungsakkus hinzuzufügen. So wächst Dein System mit Deinen Anforderungen.

Erweiterungsakkus
- 1 Akku entspricht 2,4 kWh
- von 2,4 kWh auf bis zu 9,6 kWh erweiterbar
- hohe nutzbare Kapazität mit DoD 90 %
- LFP-Akkus mit bis zu 8.000 Ladezyklen
Die Plug-&-Play Installation spart Zeit und Kosten. Du benötigst für die Grundinstallation keinen Elektriker, einfach anschließen, konfigurieren und Dein Notstrom-System ist einsatzbereit.
Smart-Home-Integration für intelligenten Notstrombetrieb
Der Sunpura Speicher kommuniziert nahtlos mit gängigen Smart-Home-Systemen wie Home Assistant oder Alexa. Diese Integration ermöglicht intelligentes Energiemanagement:
Bei kritischem Akkustand schaltet das System automatisch unwichtige Verbraucher ab. Du definierst vorab, welche Geräte Priorität haben, im Notfall werden diese zuerst und am längsten versorgt.
Über die Sunpura Monitoring-App behältst Du jederzeit die Kontrolle: Aktueller Ladezustand, verbleibende Laufzeit, angeschlossene Verbraucher und deren Energieverbrauch, alle Informationen auf einen Blick. Die App ermöglicht auch Ferndiagnose und sendet automatisch Wartungsalarme, wenn eine Funktionsprüfung fällig ist.

Effizienz und Wirtschaftlichkeit
Ein Notstromspeicher rechnet sich auf mehreren Ebenen. Zunächst die direkten Kosten pro gesicherter kWh: Im Vergleich zu einem Dieselgenerator oder einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) liegen die Betriebskosten deutlich niedriger.
Wirtschaftlichkeitsrechnung:
- Vermiedene Lebensmittelverluste pro Stromausfall: 100-300 €
- Jährliche Stromkosteneinsparung durch erhöhten Eigenverbrauch: 200-400 €
- Amortisationszeit bei moderater Nutzung: 4-6 Jahre
Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch im täglichen Nutzen: Der Speicher steigert Deinen Eigenverbrauch von typischen 30-35 % auf 60-80 %. Jede kWh Solarstrom, die Du selbst verbrauchst statt einzuspeisen, spart Dir den vollen Strompreis – aktuell etwa 0,35-0,40 € pro kWh.
Praxisoptimierung für maximale Notstrom-Sicherheit
Eine gute Vorbereitung maximiert den Nutzen Deines Notstromsystems. So bereitest Du Deinen Haushalt optimal vor:
Platzierung der Notstrom-Steckdosen:
- Küche: für Kühlschrank und Gefriertruhe
- Wohnzimmer: für Router und zentrale Beleuchtung
- Arbeitsbereich: für Laptop und Kommunikationsgeräte
- Schlafzimmer: für Notlicht und Handy-Ladung
Smart-Steckdosen für automatische Priorisierung: Kombiniere Deinen Sunpura Speicher mit intelligenten Steckdosen. Diese können bei sinkendem Akkustand automatisch unwichtige Verbraucher abschalten, Du musst nichts manuell tun.

Smart Plug
- Fernsteuerung von Geräten
- Zeitplan-Automatisierung
- Energie effizient nutzen
- Stromkosten senken
Integration mit bestehenden USV-Systemen: Für besonders empfindliche IT-Geräte wie NAS-Server oder Heimarbeitsplätze empfiehlt sich die Kombination mit einer kleinen USV. Diese überbrückt die wenigen Millisekunden der Umschaltung und sorgt für absolut unterbrechungsfreien Betrieb.
Backup-Ladestrategien bei längeren Ausfällen:
- Lade den Speicher bei angekündigten Wetterereignissen vorsorglich voll
- Reduziere den Verbrauch auf das Minimum, wenn kein Solarertrag möglich ist
- Nutze Prioritätsschaltung konsequent: erst Kühlschrank, dann Kommunikation, dann Komfort
Testläufe durchführen: Simuliere regelmäßig (alle 3-6 Monate) einen Stromausfall, indem Du die Hauptsicherung ausschaltest. So stellst Du sicher, dass die Notstromfunktion zuverlässig arbeitet und Du im Ernstfall weißt, was zu tun ist.
Quellenangaben
- Zündorf. (2025). Den Haushalt mit Notstrom aus der PV-Anlage versorgen.
- Dietlmeier & Kurzweil. (2025). Elektrochemische Speicher.
- Skrjanc & Rudez. (2026). Emergency power control of virtual energy storage systems for improved grid stability.



